Er steht auf sie. Sie steht auf ihn. Ich steh‘ daneben und esse Schokolade.

Woran man merkt, dass bald Valentintstag ist? Die Nation spaltet sich. Und zwar in drei Parteien: Die einen freuen sich wie verrückt auf diesen einen ganz besonderen Tag, schmieden Pläne, kaufe Blumen, hübsche Unterwäsche, alles herzförmige in Reichweite und planen einen romantischen Tag. Die anderen regen sich über „diesen schwachsinnigen Konsumscheiß“ auf, der doch eh nur erfunden wurde, damit die Leute Geld für einen erfundenen Feiertag ausgeben und sind der Meinung, um die Liebe zu feiern, bräuchte man keinen extra Feiertag. Und die dritte Gruppe? Die weiß gar nicht worum es hier überhaupt geht. Ich würde mal munkeln, mein Freund gehört zur dritten Kategorie…

Ich reihe mich irgendwo zwischen erster und zweiter Gruppe ein. Ich liebe alle Feiertage und die Chance mich kreativ auszutoben, schwelge in romantischen Phantasien, bin auf einmal ganz verrückt nach allem in rot und pink und jeder Serviette, die einen Herzprint hat. Ich überlege mir kleine Überraschungen mit denen ich Freund und bester Freundin ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, plane ein schönes Wochenendprogramm und hoffe, dass mein Freund vielleicht doch weiß, worum es hier gerade geht…
Und dennoch: Auch wenn ich im Valentinstag einen willkommenen Anlass sehe, mal wieder einen schönen Tag oder einen netten Abend nur zu zweit zu verbringen, finde auch ich es schade, wenn Pärchen tatsächlich einen Feiertag brauchen, um ihre Zweisamkeit zu genießen. Nette Worte, kleine Aufmerksamkeiten oder Zeit, die nur mir und meinen Freund gehört – das braucht eine Beziehung permanent, nicht nur am 14. Februar.

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Wie fast in jedem Jahr, habe ich vorab schon einmal ein paar Naschereien gebacken und gekauft. Das sowohl Schokolade, als auch Marshmallows und mein Kuchendekor vor Kitsch nur so strotzen – soll heißen Herzen in allen Rotnuancen beinhalten – muss ich bestimmt nicht erwähnen. Kuchen und Süßkram werden dann an Freunde und Bekannte verteilt, damit auch der letzte Valentinstagshasser zumindest einmal lächeln muss („an diesem überflüssigen Feiertag“). Ha!

Außerdem habe ich mich mit süßen Karten und Bastelkram eingedeckt. Liebe Worte sind oft das einfachste, was wir jemanden schenken können. Und doch ist diese kleine Aufmerksamkeit, wenn sie von Herzen kommt, meist mehr wert als manch noch so teueres Geschenk.
Für meinen Freund gibt es zusätzlich ein kleines Geschenktütchen. Der Inhalt? Eine eigens für ihn zusammengestellte Playlist und – Trommelwirbel – ein Gutschein für eine Autowäsche. Denn wie ich schmerzlich zugeben musste, liegen Welten zwischen dem was ich meinem Freund gern schenke und den Dingen, die er wirklich geschenkt bekommen möchte. Keine stylischen Lifestyleaccessoires, sondern nützliches rund um Auto und Hobby (meist Fußball oder ein anderer Sport) sind laut meiner Googlerecherche die Dinge mit denen das starke Geschlecht am Meisten anfangen kann.

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Süßigkeiten, Kärtchen und Kuchendekor – HEMA

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